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Gewerbepark Simson in Suhl

Gewerbepark Simson in Suhl

Gewerbepark Simson – Raum für Wachstum und Zukunft

Die Gewerbepark Simson GmbH in Suhl ist eine hundertprozentige Tochter der GESA und gleichzeitig Standort der GESA für den Vertrieb und die Bewirtschaftung von Grundstücken in Thüringen.

Der Gewerbepark Suhl steht für Industriegeschichte, Nachhaltigkeit und die mittelständisch geprägte Wirtschaft in Südthüringen. Auf dem Gelände eines ehemals industriell genutzten Areals befindet sich heute ein Gewerbegebiet, das Unternehmen Raum für Produktion, Handwerk und Dienstleistung bietet.

Ein Teil der Liegenschaften sind Gegenstand laufender oder geplanter Sanierungsmaßnahmen, die im Auftrag der GESA und mit finanzieller Unterstützung des Freistaates Thüringen umgesetzt werden. Weitere Liegenschaften sind zur gewerblichen Nutzung an Dritte überlassen. Perspektivisch wird ein kontinuierlicher Abbau des Bestandes durch Verkauf angestrebt.

Darüber hinaus ist die Gewerbepark Simson GmbH Inhaberin verschiedener Markenrechte im Zusammenhang mit der Marke „Simson“, die von der Gesellschaft selbst wirtschaftlich genutzt werden.

Industrielles Erbe

historische Luftaufnahme des Gewerbeparks Simson in Suhl mit Hallen

Das Areal des Gewerbeparks Simson blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Seine Wurzeln reichen bis in das Jahr 1741 mit dem „Stahlhammer zu Heinrichs“ zurück. Der Stahlhammer in Heinrichs war ein historisches Hammerwerk, das ursprünglich zur Herstellung von Eisen und Stahl diente und später Teil des Moses Simson-Stahlwerks wurde, bevor die Produktion eingestellt und das Gelände umgenutzt wurde.


Geschichte bewahren

Gedenktafel am Gebäude zur früheren Endmontage des Simson-Kleinkraftrads Schwalbe in Suhl

Das Simson Werk Suhl wurde 1856 von den jüdischen Brüdern Löb und Moses Simson gegründet und produzierte zunächst Waffen, später Autos, Fahrräder und Kinderwagen, bevor es 1935 im NS-Regime enteignet wurde. Nach dem Krieg wurde das Werk zu einer sowjetischen Aktiengesellschaft und Ende der 1960er Jahre in den VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk Ernst Thälmann Suhl integriert.

Hier wurden legendäre Mopeds wie die Schwalbe oder die S51 der Marke Simson produziert. Nach der Wende wurde der Betrieb von der THA privatisiert und später liquidiert, doch die Marke Simson besteht weiterhin fort.


Standort mit Perspektive

Luftaufnahme des Gewerbeparks Simson in Suhl mit Hallen, Tal und Autobahnbrücke im Hintergrund

Die meisten Gebäude des Areals wurden in den 1930-er Jahren errichtet und nach 1945 stetig erweitert. In seiner Blütezeit produzierte Simson am Standort bis zu 190.000 Kleinkrafträder pro Jahr und beschäftigte rund 3.500 Mitarbeiter.

Heute umfasst das Gelände etwa 15,5 Hektar mit 33 Einzelgebäuden, die teilweise als Denkmalensemble ausgewiesen sind. Durch die jahrzehntelange industrielle Nutzung müssen aufwendige Altlastenmaßnahmen umgesetzt werden.

Boden und Grundwasser wurden im Hinblick auf Altlasten untersucht und in verschiedenen Sanierungszonen aufgeteilt, um eine gefahrlose und nachhaltige Nutzung des Areals zu gewährleisten.

Heute steht der Gewerbepark Simson für die Verbindung von industrieller Tradition und vielfältiger Nutzung – ein Standort mit Geschichte und Zukunft.