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Großsanierung Gewerbepark Simson in Suhl

Startschuss für Großsanierung im Gewerbepark Simson in Suhl

Montag, 04. Mai 2026, war ein erfolgreicher und bedeutender Tag für die GESA und die Entwicklung des Gewerbeparks Simson in Suhl. Mit etwa 100 Gästen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Kultur haben wir bei bestem Wetter den feierlichen Startschuss für ein großes Sanierungsprojekt gesetzt.

Ausgangspunkt war die symbolische Übergabe des Freistellungsbescheids über 13,9 Millionen Euro durch Thüringens Umweltminister Tilo Kummer, der die Finanzierung der nächsten Phase der Altlastensanierung sichert. Die Mittel werden auf Grundlage der Altlastenfreistellung in Verbindung mit dem Generalvertrag zur abschließenden Finanzierung ökologischer Altlasten in Thüringen bereitgestellt.

In den kommenden drei Jahren werden umfassende Maßnahmen zur Altlastensanierung durchgeführt. Ziel ist es, bestehende Bodenbelastungen nachhaltig zu beseitigen und die Flächen für eine zukünftige gewerbliche Nutzung vorzubereiten.

Für die GESA und ihre Tochtergesellschaft, die Gewerbepark Simson GmbH (GPSG), stellt dies einen wichtigen Meilenstein im Engagement in Thüringen dar.

Fotograf: Jacob Schröter

Der symbolische Spatenstich von Umweltminister Tilo Kummer, Suhls Oberbürgermeister André Knapp sowie den beiden GESA/GPSG-Geschäftsführern Dr. Ulrich Wöstmann und Carsten Reymann markierte den sichtbaren Beginn der Arbeiten auf dem rund 21 Hektar großen Gelände des ehemaligen VEB Fahrzeug- und Gerätewerks Simson.

Damit wird ein zentraler Schritt zur Revitalisierung dieses traditionsreichen Industriestandorts eingeleitet, der auf über 280 Jahre Industriegeschichte zurückblickt.

Fotograf: Jacob Schröter

Umfang der geplanten Sanierungsmaßnahmen

Im Rahmen des Projekts sind mehrere konkrete Maßnahmen vorgesehen:

  • Rückbau des Gebäudes Simsonstraße 36 („Automatensaal“)
  • Bodensanierung in belasteten Teilbereichen des Areals, unter anderem in den Bereichen:
    • ehemalige Galvanik
    • ehemalige Rahmenfertigung
    • ehemaliges Gebäude ZF
    • ehemaliger Automatensaal
    • ehemalige Schmiede/Stanzerei

Die Sanierungsarbeiten konzentrieren sich insbesondere auf die Beseitigung von Bodenverunreinigungen sowie auf Maßnahmen zum Schutz und zur Reinigung des Grundwassers.

In tiefer liegenden Bodenbereichen kommen dabei sogenannte Großlochbohrer mit einem Durchmesser von 1,5 bis 1,8 Metern zum Einsatz. Mithilfe eines Seilbaggers wird das belastete Erdreich ausgehoben („ausgelöffelt“) und anschließend durch unbelasteten Boden ersetzt. Dieses Verfahren ermöglicht eine gezielte und effiziente Sanierung auch in größeren Tiefen.

Projektzeitraum und bisherige Maßnahmen

Der Beginn der Baumaßnahmen ist für Herbst 2026 vorgesehen, die Fertigstellung wird voraussichtlich im Jahr 2028 erfolgen.

Bereits im Vorfeld wurden wichtige vorbereitende Maßnahmen umgesetzt: So wurden im Jahr 2023 die Gebäude „Alte Schmiede“ und „Gesenkbau“ auf einer Fläche von rund 2.600 Quadratmetern zurückgebaut. Diese Maßnahmen dienten der Gefahrenabwehr und schaffen die Grundlage für eine sichere und nachhaltige Nachnutzung der Flächen.

Fotograf: Jacob Schröter

Stimmen zum Projekt

Die Redner würdigten die große Bedeutung der Sanierung für die Region.

„Als Südthüringer freue ich mich besonders, dass wir durch diese Unterstützung des Landes die Sanierung des Gewerbeparks Simson vorantreiben und damit neue Chancen für Wirtschaft und Arbeitsplätze schaffen können“, betont Minister Kummer. „Mit diesem wichtigen Vorhaben zeigt Thüringen, wie gezieltes Engagement für Umwelt, Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung die Regionen stärkt.“

Der Oberbürgermeister der Stadt Suhl, André Knapp, ergänzt: „Die Sanierung des Gewerbeparks Simson ist ein starkes Signal für die Stadt Suhl. Wir erhalten wertvolle Industrieflächen, schaffen Arbeitsplätze vor Ort und stärken den Standort langfristig.“

„Als Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und Muttergesellschaft der GESA ist es uns ein wichtiges Anliegen, die noch bestehenden Altlasten aus der Zeit vor der Wiedervereinigung Schritt für Schritt zu bewältigen“, erklärt Axel Kolfenbach, Spartenleiter Portfoliomanagement bei der BImA. „Auch 36 Jahre danach stehen wir weiterhin in der Verantwortung – aber Projekte wie hier in Suhl zeigen deutlich, dass wir vorankommen. Gemeinsam mit unseren Partnern im Freistaat Thüringen und vor Ort schaffen wir die Voraussetzungen, belastete Flächen zu revitalisieren und neue wirtschaftliche Perspektiven zu eröffnen.“

Zukunftsperspektiven für den Standort

Mit der Sanierung wird die Grundlage geschaffen, die Flächen nachhaltig weiterzuentwickeln und für moderne gewerbliche Nutzungen bereitzustellen. Nach Abschluss der Maßnahmen stehen die revitalisierten Flächen Investoren zur Verfügung.

Die Unterstützung des Landes Thüringen ist dabei ein starkes Signal für eine nachhaltige Strukturentwicklung im Thüringer Wald. Sie trägt dazu bei, bestehende Arbeitsplätze zu sichern und gleichzeitig Raum für neue Unternehmen und Investitionen zu schaffen.

Unser Ziel als GESA ist klar: Altlasten beseitigen, Flächen revitalisieren und neue Perspektiven für Wirtschaft und Beschäftigung in der Region eröffnen.

Wir freuen uns, diesen wichtigen Schritt gemeinsam mit unseren Partnern gegangen zu sein – und darauf, die Zukunft dieses besonderen Standorts aktiv mitzugestalten.

Leiter Bereich Sanierung | Projektmanagement